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AUS DER KITA AUS DER KITA
Schöpfungsgeschichte in Bildern
Viktoria Veil verschönert die Kindertagesstätte „Gut Arnstedt“ in Barleben, deren Träger die Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt Stiftung ist. Sie ist freischaffende Künstlerin, lebt und arbeitet in Magdeburg. Nach der Vorlage des niederländischen Malers Kees de Kort gestaltet sie seit Anfang Juli die Fassaden des Neubaus mit Motiven der Schöpfungsgeschichte. Warum gerade dieses Thema aufgegriffen wird, erläutert Christian Geyer, Vorstandsmitglied der Stiftung: „Wir wollen einen Akzent setzen: Hier ist eine Kita, die sich einem evangelischen Bildungsverständnis verpflichtet fühlt. Als Kita in diakonischer Trägerschaft suchen wir Orientierung im christlichen Glauben. Die Bilder bezeugen diesen Glauben in Form der darstellenden Kunst.“

Passagen aus Altem und Neuem Testament sollen das Gebäude auf dem alten Rittergut zieren. „In Abstimmung mit der Kita habe ich mich für Darstellungen aus der Schöpfungsgeschichte und aus dem Leben Jesu entschieden. Sie dokumentieren, dass jeder Mensch – so wie er ist – von Gott gewollt und trotz aller Unvollkommenheit geliebt ist“, sagt Geyer. Exotische und heimische Tiere, Mond und Sonne, Adam und Eva – farbenfrohe Motive, dazu eine ganz eigene, fast naive Handschrift zeichnen den Stil aus. Der ist jedoch nur verwandt mit dem der Magdeburger Künstlerin, die eigentlich aus Kiew in der Ukraine stammt. „Ich versuche möglichst nah am Künstler zu bleiben“, sagt Viktoria Veil. Nur dann, wenn die Farbe sehr dunkel oder sogar schwarz ist, greift sie ein. „Ich finde, das passt nicht so gut zu einer Kita.“

Mit feinem Pinselstrich zeichnet sie die Linien nach, die sie zuvor mit  dem Bleistift aufgebracht hat. Nur für Hintergründe und große Flächen verwendet sie eine Rolle. Kleine Motive auf diese Größe zu bringen und zudem an einer senkrechten Wand zu arbeiten, ist für die Künstlerin eine Herausforderung. „Ich arbeite zwar mit Acryl, kann aber nur ganz wenig Wasser verwenden, weil die Farbe ja sonst herunter läuft.“ Quasi trocken zu malen, sei ungemein schwerer. Dazu die großen Flächen. Aber Viktoria Veil ist Profi. Endlich kann sie das, was sie auf der Kunstakademie in Kiew gelernt hat, anwenden. „Was ich hier mache, ist richtiges Handwerk. Eine Art Freskenmalerei – dazu hat man nicht oft die Gelegenheit.“

Komposition und Malerei – zwei Themen, die auch Kees de Kort beschäftigen. „Die Darstellungen von Kees de Kort sind ästhetisch anspruchsvoll und doch elementar, so dass sie Tiefgang haben und kindgerecht sind“, so Christian Geyer. Viktoria Veil hat viele Jahre Komposition und Malerei an der Akademie in Kiew unterrichtet. Auch das verbindet sie mit dem niederländischen Künstler. Dass dieses außerordentliche Wissen nun ausgerechnet hier zur Anwendung kommt, freut die Malerin auch aus einem weiteren Grund: „Wenn ich ein Bild male und es verkaufe, dann hängt es in einem Haus, vielleicht in einem Wohnzimmer. An diesem Werk werden sich Generationen von Kindern und Eltern freuen. Man könnte auch sagen: es lebt. Das ist ein schönes Gefühl.“