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Landtagspräsident besucht Bodelschwingh-Haus
Zwei schwarze Limousinen parken vor der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in der Angerstraße. Die beiden Herren tragen dunkle Anzüge. Sie nehmen Kurs auf die Werkstatt. Empfangen werden sie von Peter Hugo und Christian Geyer, den beiden Vorständen der Bodelschwingh-Haus Stiftung.
Sie hatten Landtagspräsidenten Dieter Steinecke und Landtagsabgeordneten Holger Stahlknecht eingeladen. Ursprünglich sollten beide im Oktober kommen, als das Biomasseheizkraftwerk offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Landtagspräsident Steinecke war zu dem Zeitpunkt verhindert, hat seinen Besuch aber nun nachgeholt. „In der Vorweihnachtszeit nehme ich mir gerne Zeit für soziale Einrichtungen. Und ihre genießt einen besonders guten Ruf auch über die Landesgrenzen hinaus“, sagte er während der Begrüßung.
Interessiert verfolgten Steinecke und Stahlknecht die Vorstellung der „großen Familie“, wie Christian Geyer das Bodelschwingh-Haus nannte. Das besondere Interesse des Landtagspräsidenten galt den Bildungseinrichtungen. Jungen Menschen eine Perspektive zu geben, sei in der heutigen Zeit besonders wichtig, sagte Steinecke. Umso mehr freute es ihn, zu sehen, dass auch benachteiligte Menschen in den Werkstätten des Bodelschwingh-Hauses die Chance bekommen, ihre Fähigkeiten einzubringen. Die Beteiligung am Arbeitsleben sieht auch er als wichtigen Bestandteil zur Einbindung in die Gesellschaft. Steinecke suchte das Gespräch mit den Beschäftigten, schaute sich den Berufsbildungsbereich und die Montage genau an. Auch Landtagsabgeordneter Holger Stahlknecht, für den es nicht der erste Besuch im Bodelschwingh-Haus war, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und dem liebevollen Miteinander zwischen Beschäftigten und Mitarbeitern.
Mit den schwarzen Limousinen ging es dann zur Evangelischen Fachschule. Bereits im Foyer wurde der hohe Besuch von Schülern, Lehrerschaft und Schulleitung erwartet. Wollten doch alle dem Landtagspräsidenten mal höchstpersönlich die Hand schütteln. Der nahm die Gelegenheit gleich wahr und informierte sich ausführlich über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Ausbildung. Nach einer kurzen Führung durch die wichtigsten Bereiche der Schule, nahmen sich Steinecke und Stahlknecht Zeit, mit den Schülern ins Gespräch zu kommen. Wichtige bildungspolitische Fragen kamen auf den Tisch, es wurde angesprochen, was den Schülern auf der Seele lag. Um Perspektiven ging es und darum, welche Funktion die Politik dabei einnimmt. Warum Bildungsprogramme geschrieben werden, die nicht finanzierbar sind, wollten die Schüler wissen, oder warum immer mehr unqualifiziertes Personal in Jugendzentren eingesetzt wird. Nicht auf alle Fragen konnten Steinecke und Stahlknecht Antworten geben. Aber sie hatten ein Ohr für die Belange der Schüler, lobten das Engagement und konnten Anregungen mit auf den Weg geben.
Es sei mit Sicherheit nicht der letzte Besuch im Bodelschwingh-Haus beteuerten beide und versprachen, sich auch künftig für die Einrichtung stark zu machen.