Wolmirstedt Stiftung
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Die Geschichte der organisierten Diakonie begann 1848.
Der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern entwarf beim Wittenberger Kirchentag das Programm der Inneren Mission gegen geistliche und materielle Armut sowie soziale Not. Der "Centralausschuß für die Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche" wurde gebildet". Danach entstanden Überall in Deutschland Verbände der Inneren Mission mit rechtlich selbstständigen, sozialpädagogischen, fürsorgerischen und pflegerischen Heimen, Anstalten und Einrichtungen.
Diakonische Arbeit gab es jedoch schon lange vor Wichern: Initiativen von Frauen und Männern, die sich dem Auftrag Jesu Christi verpflichtet wussten, prägen die Geschichte der Christenheit. Wichern gab der Bewegung Namen, Ziel und Auftrag. Er entwarf ein Programm gegen soziale Not und gegen Armut im umfassenden Sinn. Seine Vorschläge stützten sich auf seine langjährige Praxis im "Rauhen Haus" in Hamburg, einer Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder, die er gegründet hatte.
Die Geschichte des Bodelschwingh-Hauses in Wolmirstedt begann mit der Gründung der Magdeburger Stadtmission im Jahr 1884 und der Einrichtung eines Magdalenen-Asyls. Bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden erst in England und Irland, kurz darauf auch in Holland sowie in einigen wenigen deutschen Städten, wie eben in Magdeburg, "Magdalenenheime" nach englischen Vorbild für "sittlich gefährdete junge Frauen" oder "gefallene Mädchen", also unverheiratet Schwangere und junge Mütter.
| 23. 03.1884 | - | Gründung der "Magdeburger Stadtmission" | |
| 1884/85 | - | Einrichtung eines Magdalenen-Asyls im Dorf Prester | |
| 14.02.1894 | - | die Stadtmission Magdeburg verhandelte mit der Stadt Wolmirstedt über ein Grundstück am Rande der Stadt - das "Küchenhorn", um das Magdalenen-Asyl aus Prester nach Wolmirstedt zu verlegen. Der Wassermangel der Elbe machte die Wäschereiarbeit des Asyls unmöglich. | |
| 19.04.1895 | - | Einweihung des Magdalenen-Asyls "Zoar"(Zuflucht) | |
| 1897 | - | erste Leiterin Diakonisse Ernestine Simon. Das Haus Zoar hat nun 60 Heimplätze. | |
| 1910 | - | Bau des Kapellenhauses | |
| 1929 - 1930 | - | Durchschnittsbelegung verringert sich von 60 auf 43 Plätze | |
| 1935 - 1937 | - | Weggang junger Frauen durch Mündigkeit, Heirat, Entlassung als Haushilfen. Arbeitsmöglichkeiten der Mädchen: Wäscherei, Plätten, Nähen, Garten und Feldarbeit auf umliegenden Bauernhöfen | |
| 1939 | - | die Militärbehörden wollen das Haus als Lazarett nutzen | |
| - | Umzug in ein leerstehendes Pfarrhaus nach Farsleben | ||
| 1947 | - | Rückgabe der Einrichtung unter der Heimleitung der Diakonisse Frieda Schulze | |
| 1948/49 | - | zusätzlich werden 14tägige Kurmaßnahmen organisiert | |
| 1950 | - | Eröffnung einer Abteilung für bildungsunfähige Kinder | |
| 1950/51 | - | Aufgabe der Arbeit mit jungen Mädchen und Frauen, erzwungen von staatlicher Heimkontrolle und der FDJ-Kreisleitung | |
| 1951 | - | Anfrage der Landesheilanstalt Uchtspringe, bildungsunfähige Kinder aufzunehmen. | |
| 17.08.1951 | - | Umbenennung des Haus "Zoar" in "Bodelschwingh-Haus". | |
| - | durch Einweisung steigt die Zahl der "bildungsunfähigen" Kinder auf 106 | ||
| 17.08.1951 | - | das Seminar für den kirchlich-diakonischen Dienst wird eröffnet | |
| 1953 | - | 1. Examen 29.09.1953 | |
| 1954 | - | Gründung der Schwesternschaft | |
| 1955 | - | Ausbau des Dachgeschosses zu Zwei- und Dreibettzimmern für die Schülerinnen des Seminars | |
| - | im Heim leben zur gleichen Zeit 130 Kinder und Jugendliche | ||
| 1964 | - | in zwei Unterrichtsgruppen werden auf eigene Initiative bildungsunfähige Kinder beschult | |
| 1965 | - | Festliche Einweihung der Orgel (Sauer) und der Glocke | |
| 1966 | - | Beginn der intensiven Betreuung von Spastikern | |
| 1967/68 | - | Bau der Fertighäuser im Gelände für Schwestern | |
| 1970 | - | Fernkurse mit dem Abschluss Kinderdiakonin werden angeboten | |
| 1974 | - | Kauf eines benachbarten Grundstücks für einen Erweiterungsbau mit Fahrstuhl, Therapieräumen und Schwimmbecken; | |
| 02.12.1977 | - | Grundsteinlegung des Erweiterungsbaus | |
| 1975 | - | "die Elternbriefe" (Hilfe für Eltern spastischer Kinder) von Schwester Annelore Neumann entstehen, Grundlage für ihr Buch, "Chancen für mein Kind" | |
| 1975 | - | erstes Examen zur "Heilpädagogischen Kinderdiakonin" | |
| - | im Heim wird die Situation immer unerträglicher; die Kinderbetten mussten oft durch doppelstöckige Erwachsenenbetten ersetzt werden | ||
| 1975 | - | Schwester Frieda Schulze geht in den Ruhestand und Pfarrer Werner Kluge, als Provinzialpfarrer, übernimmt die Leitung des Heimes, sowie des Seminars für Kinderdiakoninnen | |
| 1977 | - | Beginn der Arbeitstherapie | |
| 1983 | - | Bezug des Neubaus | |
| 20.05.1991 | - | Gründung des Vereins Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt e.V. | |
| - | Verabschiedung der Satzung des Vereins 19.09.1991 | ||
| 01.10.1991 | - | das Seminar für Kinderdiakoninnen feiert sein 40-jähriges Jubiläum | |
| 12.12.1991 | - | Eintragung des Vereins Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt e.V. in das Vereinsregister | |
| 1992 | - | das Seminar geht in die Trägerschaft des Diakonischen Werkes über, als Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik | |
| 1992 | - | Heimkinder im schulfähigen Alter werden in die Schule für geistig Behinderte aufgenommen | |
| 1992 | - | Schwester Astrid Horn übernimmt die Heimleitung von Schwester Martl Pollak | |
| - | im Sommer wird Pfarrer Kluge verabschiedet | ||
| 01.10.1992 | - | Diakon Arvid Schaub übernimmt die Geschäftsführung des Bodelschwingh-Hauses | |
| 05.12.1992 | - | die Schwesternschaft gründet einen eigenen Verein: Diakonische Schwesternschaft Wolmirstedt e.V. und zieht nach Barsinghausen | |
| 01.07.1993 | - | Im Sommer Übernahme der Einrichtungen der "Lebenshilfe": Werkstatt für Behinderte und Wohnstätte | |
| Frühjahr 1994 | - | Bezug von Ein- und Zweibettzimmern wird möglich, durch Umbau | |
| Herbst 1994 | - | das Tageszentrum nimmt seinen vollen Betrieb auf; alle Erwachsenen, nicht werkstattfähigen Bewohner des Bodelschwingh-Hauses gehen den ganzen Tag einer geregelten Förderung und Beschäftigung nach | |
| 10.12.1994 | - | Grundsteinlegung für den Neubau der Werkstatt für Behinderte | |
| 1995 | - | Beginn des Betreuten Wohnens; Außenwohnungen in der Stadt | |
| 10.06.1995 | - | Jubiläumsfeier 100 Jahre Diakonische Arbeit im Bodelschwingh- Haus | |
| März 1996 | - | Bezug der neu gebauten Werkstatt für behinderte Menschen in der Angerstraße | |
| 1997 | - | die erste Mitarbeiterzeitung erscheint noch unter dem Namen "Bodelschwingh-Hauspost" - später "Flüstertüte" | |
| 01. 01. 1999 | - | Fachschule für Sozialpädagogik und Berufsfachschule für Sozialpflege wechseln wieder vom Diakonischen Werk d. KPS zum Bodelschwingh-Haus | |
| 28. 01. 2000 | - | Richtfest und Grundsteinlegung des "Quetchen" - Wohnheim für 36 Bewohner. Sie stand unter dem Spruch "Sucht das Gute und nicht das Böse." Im September wird es von den Bewohnern bezogen. |
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| 01. 08. 2000 | - | die Kindertagesstätte "Storchennest", mit ihrer Außenstelle in Elbeu, wird von der Stadt übernommen und gehört mit zur Einrichtung | |
| - | die Außenstelle der WfbM, der Recyclinghof im Handwerkerring, wird in Betrieb genommen | ||
| 17.-23. 08. 2002 | - | Evakuierung der gesamten Einrichtung wegen Hochwassergefahr | |
| 2002 | - | Baubeginn der 3 Wohnersatzbauten (Richtfest im Oktober 2003) | |
| 20.08.2004 | - | Einweihung und Bezug der 3 Wohnersatzbauten | |
| - | Beginn der Umbauten des Altbaus für das Internat und Tageszentrum für behinderte Menschen | ||
| April 2005 | - | Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland | |
| 05.-11. 06. 2005 | - | Jahresfestwoche zum 110-jährigem Bestand, gemeinsam mit der Borghardtstiftung zu Stendal, die 130 Jahre alt ist und mit der wir seit 2004 kooperieren | |
| 2006-2007 | - | Bau und Bauabschluss des Biomasseheizkraftwerks | |
| 01.07.2007 | - | Umstrukturierung der Einrichtungsteile in gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung | |
| 21.6.2008 | - | Gründung der Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt Stiftung | |
| 30.6.2009 | - | Der 1. Vorstand Diakon Arvid Schaub wechselt zum Diakonischen Werk Karlsruhe | |
| 1.7.2009 | - | Peter Hugo und Pastor Christian Geyer bilden den neuen Vorstand der Stiftung und des Vereins. | |
| September 2009 | - | Eröffnung einer Kinderkrippe in Barleben |